kunstprojekt alter hase, neue meister brune Um Hasen näher zu betrachten, kann man sich in der Natur auf die Lauer legen, den Zoo oder einen Hasenzüchter  besuchen, zahlreiche Abbildungen in Büchern oder im Internet ansehen, lustige Trickfilme gucken oder ins Museum  gehen. Überall jedoch werden wir feststellen, dass wir bereits ein inneres und geheimes Bild von Hasen besitzen.   Vor mehr als 500 Jahren machte ein Mann namens Albrecht Dürer (1471-1528) aus diesem Geheimnis eine Offenbarung  und die Welt staunte nicht schlecht. Obwohl wir annehmen dürfen, dass Dürer wusste wie der Hase läuft, bleibt bis heute  die Frage ungeklärt, wie er den Hasen dazu brachte, für das weltbekannte Kunstwerk Modell zu sitzen. Reichte Dürer dem  Hasen vorher eine baldriangetränkte Karotte, sperrte er ihn in einen Käfig, den er beim Malen einfach unterschlug, oder  war der Hase vorher beim Tierpräparator? Wir wissen es nicht. Wo also liegt der Hase im Pfeffer? Um dem Geheimnis von Dürers Feldhasen von 1502 näher zu kommen, also eigentlich auf der Suche nach des Pudels  Kern, wurden im Sommer 2015 die KünstlerInnen, KunsthistorikerInnen und Dichter aus dem Freundeskreis des  Herausgebers eingeladen, den Hasen Dürers unter dem Motto „Wenn das der Dürer wüsste - Alter Hase, Neue Meister“   neu zu interpretieren und damit auch dem Hasen in uns selbst auf die Spur zu kommen. Hier werden nun die eingereichten Werke präsentiert, mit wahrlich alt- und jungmeisterlichen Ergebnissen, die einerseits  dem Alten Hasen (Dürer) gewidmet sind, andererseits unser inneres Bild vom Hasen erneuern und erweitern können. Die  hier abgebildeten Kunstwerke zum Thema Hase lassen in ihrer Originalität und in ihrer Vielfalt sowohl Hasen als auch  Dürer fruchtbar und lebendig werden. Und nach hoffentlich vergnüglicher Durchsicht, wird der geneigte Betrachter  feststellen: „Hase gut, alles gut!“